Endlich angemessene Löhne bei Asklepios?

Endlich angemessene Löhne bei Asklepios?

Die Coronakrise hat gezeigt, auf wen es wirklich ankommt: Pflegekräfte, Verkäufer*innen, Reinigungskräfte sowie Lkw und Busfahrer*innen. Sie sicherten unsere Versorgung und retteten Leben. In der Coronakrise sind sie unverzichtbar,  gelten als systemrelevant – doch das Personal in Krankenhäusern Supermärkten und Speditionen schuftet immer noch für Hungerlöhne.

So erhält zum Beispiel das Pflegepersonal an den Asklepios Kliniken im Schwalm Eder Kreis noch immer keine angemessene Entlohnung. Und es gibt auch keinerlei Bereitschaft von Seiten der Geschäftsleitung dies zu ändern.

Im Gegenteil, Anfang dieses Jahres hat Asklepios einen Tarifvertrag mit dem Pseudogewerkschaft DHV abgeschlossen, dessen Entgelte durchschnittlich etwa 10 bis 15 Prozent unter dem Niveau eines ver.di Tarifvertrags liegen. Zum Teil sind es 600 € pro Monat weniger. „Doch nicht nur das geringere Lohnniveau ist skandalös“ meint Sebastian Behrendt „sondern auch die vielen weiteren Nachteile gegenüber dem Flächentarif. Ob bei Überstunden, Urlaub, Arbeitszeiten, Befristungen oder Qualifizierung – in fast allen Belangen sind die vom DHV-Vertrag erfassten Beschäftigten schlechter dran.“

In einem Urteil vom 22. Mai (LAG HH 5 – TaBV 15/18) hat das Hamburger Landesarbeitsgericht  der Gewerkschaft DHV die Tariffähigkeit abgesprochen und damit die Dumpingverträge beim DRK, bei Asklepios und anderswo in Frage gestellt. „Spätestens jetzt sollte Asklepios das unwürdige Schauspiel mit dem DHV beenden und reguläre Tarifverhandlungen mit ver.di aufnehmen,“  fordert Behrendt,  „der auch sonst für seine ruppigen Methoden bekannte Klinikkonzern wird das aber sicher nur dann tun, wenn er Druck aus den Belegschaften spürt.“  

Klatschen reicht nicht: Danke heißt: Mehr Gehalt

„Da muss sich vieles ändern, und zwar dringend.“ meint Sebastian Behrendt „Als Mitglied der Partei DIE LINKE werde ich die Kampagne für eine angemessene Anerkennung und bessere Bezahlung der Pflegekräfte im Schwalm Eder Kreis verstärkt fort setzen.“