Von Flensburg zum Bodensee

 

im Rollstuhl

Bürgermeister Spogat empfängt Arnold Schnittger      (Foto:LAG-SBH)
Bürgermeister Spogat empfängt Arnold Schnittger (Foto:LAG-SBH)

Der Schwalm – Eder – Kreis hatte ungewöhnlichen Besuch: Der Hamburger Arnold Schnittger wandert zur Zeit mit seinem schwer behinderten Sohn Nico von Flensburg aus zum Bodensee.

 

DIE LINKE  hat Arnold Schnittger und seinen Sohn Nico bei seiner Tour im Schwalm-Eder-Kreis von Mittwoch bis Freitag unterstützt.

Nach einem Grillfest zur Begrüßung in Edermünde begleitete die Landesarbeitsgemeinschaft Selbstbestimmte Behindertenpolitik in Hessen (LAG SBH) die Wanderer nach Fritzlar, wo sie von Bürgermeister Spogat empfangen wurden.

Arnold, Nico, Bärbel
Arnold, Nico, Bärbel

Danach wanderte Torsten Grote für die LAG mit Arnold Schnittger von Fritzlar zu den Waberner Werkstätten.

Am Freitag vormittag wurde Arnold Schnittger in Homberg von der LAG verabschiedet. Doris Sorge, die Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft, schenkte Nico einen Teddy, der ihn zukünftig als „Inklusionsbeauftragter“ begleiten wird.

Am Abend wurden Arnold, seine Frau Bärbel, seinen Sohn Nico und der Journalist Volker im Büro der LINKE in Schwalmstadt bei gegrillten Würstchen und leckeren Salaten empfangen, und mit ihnen interessante Gespräche geführt.

Empfang im Büro DIE LINKE
Empfang im Büro DIE LINKE

Mit der Wanderung möchte Schnittger auf die besonderen Probleme Behinderter und auf die Belastung der Angehörigen hinweisen. Nicos Vater hat im Vorfeld der Wanderung zahlreiche Politiker, Behördenmitarbeiter, Kirchenleute sowie Vereine und Organisationen zum Mitlaufen eingeladen, die Resonanz war bisher eher mäßig. Er bedauerte, dass er außer von den LINKEN von keiner anderen Partei im Schwalm-Eder Kreis unterstützt wurde.

 

Arnold Schnittger hat der Wanderaktion den Namen Inwendig warm gegeben und bezieht sich dabei auf ein Lied von Konstantin Wecker, der dem Verein sehr aufgeschlossen gegenüber steht. Schnittger: „Wir haben diese Aktion bereits in den vergangenen Jahren mit großem Erfolg durchgeführt. Im Rahmen von persönlichen Gesprächen konnten wir von unseren Sorgen berichten, wir konnten aber auch unserer Empörung Luft machen und die notwendige Wertschätzung für Menschen, die Angehörige pflegen, einfordern, gleich, ob es die eigenen Kinder sind, die Großmutter, der Vater, die Mutter…“

Hier konnten  Rollstuhlfahrer früher mal die Gleise überqueren
Hier konnten Rollstuhlfahrer früher mal die Gleise überqueren

Zur Sprache kam auch die Situation im Treysaer Bahnhof. Dort gibt es seit langer Zeit keine Möglichkeiten mehr, behindertengerecht auf Bahnsteig 2, 3 oder 4 zu gelangen. Die Rollstuhlfahrer werden aufgefordert, mit dem Zug nach Stadt Allendorf zu fahren, dort über die Rampe den Bahnsteig zu wechseln und dann wieder zurück zu fahren. „Das ist ein Skandal“ meinte Arnold, „und das in einer Stadt, dessen größter Betrieb, Hephata, vorwiegend Behinderte betreut.“ DIE LINKE versprach, dieses Problem erneut in die Stadtverordnetenversammlung Schwalmstadt ein zu bringen.

 

Spät abends verabschiedeten sich Arnold und seine Gruppe herzlich von den Genossinnen und Genossen, um ihr Quartier in Fritzlar auf zu suchen.

DIE LINKE wünscht Arnold viel Erfolg bei seinem zum Teil sehr mühsamen Unternehmen.

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DIE LINKE. Schwalm-Eder
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34613 Schwalmstadt
Tel: 066912204631

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Di 17:00 - 19:00 Uhr

Mi 12:00 - 14:30 Uhr

Do 17:00 - 20:00 Uhr

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Video: Angriffe auf das Büro DIE LINKE
Video: Angriffe auf das Büro DIE LINKE