SuedLink stoppen !

Gemeinsame Erklärung der Kommunen, Bürgerinitiativen und Bürger/-innen im Schwalm-Eder-Kreis

Die Bundesregierung wird aufgefordert die Planungen für das "SuedLink-Projekt,' unverzüglich zu stoppen. Von unabhängiger Stelle ist zunächst der Bedarf für den Leitungsbau, unter Berücksichtigung des Ausbaus dezentraler alternativer Energieerzeugung, nachzuweisen. Der Ausbau der bestehenden Netze, Stromspeicher und Alternativen der Stromversorgung hat Priorität vor dem Neubau von Stromtrassen. Bei allen zukünftigen Ausbaumaßnahmen hat der Schutz der Gesundheit oberste Priorität.

 

Wir sind gegen SuedLink, weil...       


…nur 30% der transportierten Energie aus Windkraft stammt. Der Rest ist Kohle und Atomstrom

 

…die Energiekonzerne die Energiewende verschlafen /boykottiert haben und nun durch fragwürdige offshore Windkraftanlagen den Anschluss gewinnen möchten.

 

…genügende Energie in Deutschland vorhanden ist. (wir exportieren 25% unsere gewonnen Energie)

 

... negative gesundheitliche Folgen (u. a. erhöhtes Krebsrisiko durch elektrostatische Konzentration von Luftschadstoffen) nicht ausgeschlossen werden können.

 

…die bestehenden Netze ausreichen. das

 

... die Mega-Strommasten (je nach Geländeform zwischen 65 und 90 Metern Höhe im Abstand von ca. 300 Metern) das Landschaftsbild und die Umwelt nachhaltig zerstören.

 

... die Wohnqualität und Weiterentwicklung unserer Städte und Dörfer auf Generationen hinaus beeinträchtigt wird.

 

... negative Auswirkungen auf Flora und Fauna zu befürchten sind.

 

... eine Wertminderung von Häusern und Grundstücken in der Nähe der Trasse zu befürchten ist.

 

... die Bundesregierung das Gesetz zum schnellen Ausbau von Höchstspannungsgleichstrom-Trassen über die Köpfe der betroffenen Menschen und Kommunen hinweg beschlossen hat.

 

… Die Planung   der Trasse völlig intransparent ist

 

…Regenerative Energie, die vor Ort (dezentral) erzeugt wird, braucht keine Mega-Stromtrasse,

Massiver Protest gegen SuedLink

Mehr als 500 Menschen protestierten am 20.Oktober in Fritzlar gegen die geplante Stromtrasse Suedlink. In einem Lichtermeer aus Kerzen, Laternen, Fackeln und Stirnlampen zogen sie durch Fritzlar und skandierten Sprechchören wie „ Wir wollen keine Stromtrasse“ und „Wir sind das Volk“. Auch aus Homberg, Bad Zwesten, Edermünde, Knüllwald, Malsfeld und Melsungen waren Menschen gekommen um ein Zeichen gegen Suedlink zu setzen. Der Protestzug zog vor das Fritzlarer Rathaus, wo die Stadtverordneten im Anschluss einstimmig eine Resolution gegen die Stromtrasse verabschiedeten. Ähnliche Resolutionen wurden bereits in Homberg, Gudensberg, Neukirchen, Schwalmstadt und im Kreistag verabschiedet.

Was ist SUEDLINK ?

Suedlink ist ein Projekt zum Bau von etwa 800 km Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungs-Leitung. Es soll unter anderem den in Nordeuropa gewonnenen Windstrom in die südlichen Regionen von Deutschland (Bayern) bringen. Der teure Netzausbau wird mit der Stromproduktion der geplanten großen Offshore- Windparks begründet. Diese sind aber sowohl unrealistisch als auch jetzt schon unnötig teuer.

Aufgrund des Netzausbaubeschleunigungsgesetzes (NABEG) der Bundesrepublik Deutschland ist bei diesem Projekt die Beteiligung betroffener Gemeinden und Bürger so gut wie ausgeschlossen. Das nutzt der Netzbetreiber TenneT schamlos aus, um riesige (ca.80m hoch) Hochspannungsmasten quer durch Wohngebiete, hinweg über Kindergärten und Schulen zu führen. Dagegen regt sich entlang der Trasse massiver Protest.

Die Großprojekte der Offshore-Windparks und der Neubau von Hochspannungsnetzen geht nur mit finanzieller Unterstützung des Staates und ist nur was für die wenigen Giganten der Energieversorgung. Eine demokratisch kontrollierte Energieversorgung unter Beteiligung der Bürger geht nur dezentral. Das funktioniert, wie die Vielzahl von Energiegenossenschaften zeigt. Diese Entwicklung ist aber von den Lobbyverbänden der Energiewirtschaft und der Großen Koalition in Berlin nicht gewollt.

Die LINKEN in den betroffen Landkreisen lehnen das Projekt SuedLink in Gänze ab.

 

 

 

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Video: Angriffe auf das Büro DIE LINKE
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