Lärmschutz an A7 und A49 gefordert

Antrag der LINKEN im Kreistag angenommen

 

In einem Antrag  forderten wir die hessische Landesregierung auf, unverzüglich für einen wirkungsvollen Lärmschutz an der A7 und A49 zu sorgen. Gegen die Stimmen von CDU, GRÜNE und AfD wurde ein entsprechender Antrag unsere Fraktion im Kreistag am 04.12. mit großer Mehrheit angenommen

 

 Worum geht es?

  Bei der Erneuerung der Fahrbahn der Autobahn A7 wurde in den Streckenabschnitten Heßlar  Melgershausen und Knüllwald ein falscher Belag aufgetragen. Statt Flüsterasphalt, der gesetzlich vorgeschrieben ist, wurde Gussasphalt verwendet. Gussasphalt ist billiger, robuster, hält länger, aber verursacht Abrollen der Reifen mehr Geräusche.

 In beiden Fällen habe es sich um ein Versehen von Hessen Mobil gehandelt, heißt es aus dem hessischen Verkehrsministerium und sei auf mangelnde interne Kommunikation zurückzuführen.

 Das muss man nicht unbedingt glauben.

 Im Planfeststellungsverfahren ist ganz eindeutig geregelt, dass geräuschmindernder Asphalt verbaut werden soll. Und in der Regel halten sich die Behörden genau an diese Vorgaben

 Außerdem: In Edermünde an der A49 wurde vor Jahren auch kein Flüsterasphalt verbaut. Dort gab es heftige Proteste der betroffenen Menschen.

 Das hessische Verkehrsministerium und Hessen Mobil sind also schon lange mit dieser Problematik konfrontiert worden.

 

Wenn dreimal der gleiche Fehler passiert, darf man schon mehr als ein „Versehen“ oder „mangelnde interne Kommunikation“ vermuten. Denn Gussasphalt ist billiger, robuster, und hält länger.

 

Tarek Al Wazir lehnt Lärmschutz ab:

 

Sowohl an der A7 als auch an der A49  klagen die Menschen über heftige Lärmbelästigung. Dennoch hat das hessische Verkehrsministerium einen Austausch des Belags bei Heßlar wegen der hohen Kosten bereits abgelehnt, Auch einen weiteren Lärmschutz lehnt der Hessische Verkehrsminister  Tarek Al-Wazir ab, obwohl eine neuerliche Lärmberechnung an der Autobahn zwischen Knüllwald und Kassel noch aussteht.

Ebenfalls abgelehnt wird  eine Geschwindigkeitsreduzierung an den betroffenen Autobahnabschnitten. Angeblich würde das zu keiner Verbesserung der Situation führen.

 Fazit:

 

Behörde machte schwere Fehler bei Erneuerung der Autobahn und lässt jetzt die betroffenen Bürger im Stich.

 Das ist unerträglich

 

„Ich erwarte einen Lärmschutz, der die Situation so herstellt, als wäre der lärmmindernde Belag eingebaut worden. Hessen Mobil ist dem hessischen Verkehrsministerium unterstellt und daher muss das Ministerium den Fehler beheben.“ sagt Felsbergs Bürgermeister Volker Steinmetz

Wir konnten uns dieser Aussage voll und ganz anschließen.

 

Deshalb forderten wir in einem  die hessische Landesregierung auf, unverzüglich für einen wirkungsvollen Lärmschutz an der A7 und A49 zu sorgen.

 

GRÜNE kapitulieren:

 Die GRÜNEN beklagten, man schiebe dem hessischen Verkehrsminister alle Schuld zu. Die Bundesregierung sei in dieser Sache zuständig. (Stimmt nicht, für die Bauausführung sind das hessische Verkehrsministerium und Hessen mobil zuständig) „Wir sind gegen Lärmbelästigung, aber wir müssen auch kapitulieren“ stellte Hermann Häusling (Grüne) fest und resignierte vor seinem grünen Verkehrsminister.

 

CDU will prüfen

 Die CDU forderte in einem Änderungsantrag ein Lärmsanierungskonzept und eine Prüfung aller möglichen Lärmschutzmaßnahen. Damit wird das Problem auf die lange Bank geschoben, (mindestens bis nach der Landtagswahl im kommenden Jahr)

 

 AfD will Geld sparen

 Die AfD möchte kein Geld für Lärmschutzmaßnahmen ausgeben und mutet den betroffenen Menschen gesundheitsschädigende Lärmbelästigungen zu.  

 

 SPD und FWG schlossen sich unserem Anliegen an und formulierten einen Änderungsantrag, der das Ganze auf einen Satz zusammenfasste.

 

Gegen die Stimmen von CDU, GRÜNE und AfD wurde dieser Antrag im Kreistag am 04.12. mit großer Mehrheit angenommen

 

 

 

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Video: Angriffe auf das Büro DIE LINKE
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