Keine Bundeswehr an den Schulen

Fritzlar. Die Linke hat erneut den Besuch von Jugendoffizieren der Bundeswehr an Schulen kritisiert. An der Reichspräsident-Friedrich Ebert-Schule in Fritzlar  fand vor kurzem ein Vortrag zum Thema “Ausbildung und Studium bei der Bundeswehr“ statt. Mitglieder der Linken verteilten hier Broschüren mit der Forderung, keine Veranstaltungen mit der Bundeswehr in Schulen  durchzuführen. „Schulen sollen ein Ort der Bildung sein. Die Bundeswehr hat in den Schulen nichts zu suchen”,  kritisiert der Kreistagsabgeordnete und ehemalige Lehrer Jochen Böhme-Gingold.

Das Hessische Kultusministerium hat mit der Bundeswehr eine Kooperationsvereinbarung getroffen, die den Besuch von Jugendoffizieren ermöglicht. Die Linke schließt sich der Forderung der Gewerkschaft GEW an und lehnt die Umsetzung der Vereinbarung ab. “In der nächsten Kreistagssitzung werden wir beantragen, dass der Kreis eine entsprechende Empfehlung an die Schulen aussprechen soll“, so Böhme-Gingold.

Der Bundestagsabgeordnete Bernd Siebert hatte die Aktion heftig kritisiert.Er sollte wissen, dass die Bundeswehr keine Verteidigungsarmee mehr ist. Sie ist eine Armee im Einsatz , die den Interessen der Wirtschaft dient. Die Bundeswehr kann daher  nicht als friedenschaffende Kraft von den Jugendoffizieren dargestellt werden, wie das heute der Fall ist. Jugendoffiziere sind nicht neutral. Im Handbuch für Jugendoffiziere heißt es: Das oberste Ziel ist nicht die wertfreie Vermittlung von Informationen. Es soll die  „Zustimmung der Bevölkerung zum Verfassungsauftrag der Bundeswehr“ erreicht werden”, so Böhme-Gingold abschließend.

 

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Video: Angriffe auf das Büro DIE LINKE
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