Kein Fracking in Nordhessen !

In Nordhessen hat die Firma BNK Deutschland GmbH (Tochterunternehmen des amerikanischen Konzerns BNK Petroleum Inc.) die Erkundung von Gaslagerstätten beantragt, die nur durch das riskante Fracking erschössen werden können.
Was ist Fracking?
Als (hydraulisches) Fracking wird eine technisch aufwendige, teure Fördermethode zur Erschließung von Erdgasvorkommen in tiefen, wenig durchlässigen Gesteinsschichten bezeichnet

Schema einer Fracking-Bohrstelle Bildquelle: thepilot.com
Schema einer Fracking-Bohrstelle Bildquelle: thepilot.com

Risiken des Fracking
Um Schiefergas zu fördern muss Wasser unter sehr hohem Druck in mehrere hundert Meter tiefe Bohrlöcher gepresst werden ‑allein für die Bohrungwerden ca. 2,3 ‑ 4 Millionen Liter Wasser benötigt. Die anschließende Gasförderung benötigt weitere 8 ‑ 14 Mio. Liter Wasser. Hierbei kann es zu lokalen Erdbeben kommen. Da dem Bohrwasser giftige, krebserregende Chemikalien zugesetzt werden, ist dieses Verfahren geeignet, durch entstandene Erdrisse ggf. auch das Grundwasser zu verschmutzen Bei Misslingen des Abpumpens des Bohrwassers droht Gefahr für anliegende Seen, Flüsse und auch angrenzende Agrarflächen können längerfristig für die landwirtschaftliche Nutzung zerstört werden. Restmengen verbleiben in der Regel in der Tiefe).

Bildquelle: maps.google.de Bearbeitet von Rudolf Schäfer
Bildquelle: maps.google.de Bearbeitet von Rudolf Schäfer

Mögliche Folgen: Erdbeben Quecksilberverseuchung, Gas‑ / Salzsäureaustritt, Grundwasser‑, Bodenkontaminierung (Methan), Flussverschmutzung durch Fracflüssigkeit, Austritt von Gas und kontaminiertem Wasser ‑ Fragen der Entlagerung des giftigen Wassers.

In Deutschland hat sich lediglich DIE LINKE. klar zu einem Verbot des "Fracklngs" bekannt. Vertreter anderer Parteien monieren lediglich das Fehlen von Umweltverträglichkeits- prüfungen im europäische Regelwerk oder "fordern", das keine negativen Auswirkungen auf Boden‑ / Wasserqualität bzw. die Gesundheit der Bürger entstehen "sollen".

SPD lehnt Antrag der LINKEN ab.
Im Mai 2012 konnte die SPD/FWG Mehrheit im Kreistag unserem Antrag: "Der Kreistag lehnt die Suche nach Erdgas auf dem Gebiet des Schwalm-Eder Kreises mit Hilfe der so genannte Fracking Methode ab und billigt im Nachhinein die entsprechende Absage des Landrats Neupärtl." nicht zustimmen.  -Der Antrag kam von den LINKEN und da tun sich manche im Kreistag schwer-
Im September 2012 schwenkte die SPD dann doch um und forderte in einem Dringlichkeitsantrag ein Moratorium für das Fracking. -Halbherzig aber wenigstens etwas-.
 

Für DIE LINKE gehört die unkonventionelle Erdgasförderung durch Hydraulic Fracturing (kurz Fracking) zu den Hochrisikotechnologien und deshalb verboten. Ein Unfall in einem Fördergebiet kann die dortigen Grundwasservorkommen - für menschliches Zeitempfinden - für immer und ewig als Trinkwasser unbrauchbar machen.

Weil die Grundwasservorkommen nicht an poltischen Grenzen enden, greift ein Fracking-Verbot für Nordhessen oder Hessen sicher zu kurz. DIE LINKE hat sich bereits 2011, nach französischem Vorbild, für ein bundesweites Verbot dieser Art der Erdgasförderung eingesetzt. Der Antrag „keine Erdgasförderung auf Kosten des Trinkwassers – Fracking bei der Erdgasförderung“ (BT-Drs. 17/6097) der Linken Bundestagsfraktion wurde mit den Stimmen der Fraktionen der CDU/CSU, SPD und FDP am 10. Mai 2012 abgelehnt.

 

Verschiedene Staaten wie Frankreich und Kanada (Verbote) und Rumänien, Bulgarien haben sich gegen den Abbau von Schiefergas ausgesprochen.


ARD Monitor: "Einfach mal Gift ins Grundwasser"

 

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Video: Angriffe auf das Büro DIE LINKE
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