Jedem Fratz einen Platz 


Unter diesem Motto hatte DIE LINKE Schwalm-Eder am 30.Juli  in Fritzlar und Melsungen mit einer originellen Aktion gegen das Betreuungsgeld protestiert. Dabei wurden die Argumente  zum „Betreuungsgeld“ in flotten Sprüchen auf einer Bodenzeitung dargestellt. Zusammen mit der Landtagsabgeordneten Marjana Schott diskutierten  Lisa Lazareva, Kevin Euler und Torsten Grote mit Interessierten, die mehrheitlich das „Betreuungsgeld“ ablehnten.

 

Betreuungsgeld sollen nach dem Willen der Bundesregierung – und hier vor allem von Familienministerin Schröder und der CSU – alldiejenigen Eltern bekommen, die ihre Kinder nicht in  Kitas schicken. Das schadet in der Regel nicht nur den Kindern, denn Kinder brauchen Kinder.

 

Tatsächlich kommt es aber darauf an, mehr und bessere Kinderbetreuungseinrichtungen auch für die ganz Kleinen aufzubauen, um Eltern die Vereinbarung von Familie und Beruf zu ermöglichen, um gleiche Berufs- und Karrierechancen für Frauen und Männer zu eröffnen, um gute Bedingungen und Bildung für alle Kinder zu schaffen – von der Kita an.

Das „Betreuungsgeld“ soll  Anreize für den Verzicht von Eltern auf die Kita-Betreuung schaffen. Die Bundesregierung hofft so, die befürchtete Klagewelle von Eltern abzuwenden, die ihren Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung durchsetzen wollen.
Die Früherziehung von Kindern in Krippen fördert die Kinder. Sie erlernen früh soziale Kompetenz und haben es später in der Schule einfacher. Eltern haben oft nicht die Möglichkeiten, ihre Kinder entsprechend zu Hause zu betreuen. So fehlt zum Beispiel  berufstätigen oder alleinerziehenden Eltern die Zeit  für eine intensive Förderung.
Das „Betreuungsgeld“ soll es angeblich ermöglichen, dass Eltern eine Hilfe während der Erziehungszeit erhalten. In Wirklichkeit verzichten Mütter auf eine Erwerbsarbeit und damit auf soziale Absicherungen. Nach der Erziehungszeit ist ein Wiedereinstieg in den alten Beruf nur noch schwer möglich. Damit werden Frauen in ein uraltes Familienbild gedrängt. „Von Beruf Hausfrau“ sollte eigentlich der Vergangenheit angehören.
Wie unehrlich das Angebot einer „finanziellen Unterstützung“ ist, zeigt der Umgang mit denjenigen, die auf das Betreuungsgeld am meisten angewiesen wären: das „Betreuungsgeld“ wird mit den Sozialleistungen verrechnet. Damit erhalten die sozial Schwachen nicht einen Cent des „Betreuungsgeldes.“

 

Den Aufruf des Bündnisses gegen das Betreuungsgeld findet ihr hier

 

Die Resolution der linken Kreistagsfraktion Schwalm Eder findet ihr hier

 

 

 

 

zurück

DIE LINKE. Schwalm-Eder
Steingasse 5
34613 Schwalmstadt
Tel: 066912204631

Öffnungszeiten:

Di 17:00 - 19:00 Uhr

Mi 12:00 - 14:30 Uhr

Do 17:00 - 20:00 Uhr

Landtagsfraktion

Bundestagsfraktion
Bundestagsfraktion
Video: Angriffe auf das Büro DIE LINKE
Video: Angriffe auf das Büro DIE LINKE